2.Männer : Spielbericht
Achtelfinale - 06.09.2026 14:00 Uhr
| ESV Petersroda II | Dessauer SV 97 e.V. II | |||
![]() |
4 | : | 1 | ![]() |
| (2 | : | 1) | ||
Start verschlafen - Ende kraftlos
Ein sonniger Sonntagnachmittag lädt viele zum Müßiggang ein, so scheinbar zunächst auch unsere Mannschaft. Da nicht alle Spieler des souveränen Ligaauftakts zur Verfügung standen, musste man vor allem Defensiv umbauen und setzte hier auf die Jugend. so kam es in den ersten Minuten zu leichten Abstimmungsschierigkeiten in der Zuordnung und die Gastgeber zu ersten vorsichtigen Schüssen. In der 8. Minute gewinnen wir den Ball am eigenen Strafraum, anstatt dann aber kompromislos unter Bedrängnis zu löschen, der Versuch sich frei zu dribbeln, grandios gescheitert, schneller aber eigentlich völlig harmloser Abschluss. Alle orientieren sich schon nach vorne, doch Keeper Löwe mißachtet die wichtigste Torwartregel und hat die Beine hinter seinen Händen offen, wie man es sonst nur von der Reeperbahn kennt. Keine zwei Minuten später Steckpass auf die linke Seite Debütant Jost und E. Scheller versuchen beide den gleichen Weg zuzustellen und öffnen so den Weg in die Mitte, auch Nouri kommt nicht mehr richtig ran und so ist Löwe diesmal gegen den Abschluß aus 12 Metern machtlos. Jetzt wachte man so langsam auf und erkannte, dass die Abwehr der Gastgeber auch nicht wirklich sattelfest war. Vor allem die rechte Seite hatte ein deutliches Geschwindigkeitsdefizit, J. Scheller schickt Heinrich auf links, Flanke an den 5er, aber Milad verpasst knapp. Zwei Minuten später die Kopie des Angriffs, diesmal verpasst Kelkawi. Dann mal ein langer Ball durchs Zentrum, wieder Heinrich der Empfänger, der Keeper kommt raus, Heinrich täuscht das vorbeigehen an, der Keeper öffnet die Beine und der Ball springt durch sie hindurch, Heinrich bedankt sich und verkürzt. Es begann jetzt ein offener Schlagabtausch, defensiv standen wir aber jetzt stabiler, mussten aber ein gutes Dutzend Ecken verteidigen, im Spiel nach vorne agierten wir teilweise zu fahrig und spielten die letzten Bälle zu ungenau, so blieb es dann beim 1:2 aus unserer Sicht.
Man wollte die zweite Hälfte so beginnen, wie man die Erste abschloß, aber irgendwie dümpelte das Spiel nun vor sich hin. Lediglich einmal drang man bis in den gegnerischen Strafraum vor, als Heinrich nach einem Alleingang von der Mittellinie auf der rechten Seite erst von zwei gegnerischen Verteidigern gestoppt werden konnte. Da die Kräfte langsam nachließen, wechselte man nun durch. Dieckow versuchte es dann kurz nach seiner Einwechslung mal aus der Distanz, zielte aber ein Stück zu hoch. Da man mit zunehmender Spielzeit mehr Druck nach vorne machen wollte und hoch schob, öffnete man den Raum für lange Bälle, irgendwie bekam man diese Situationen trotzdem meist geklärt - erwähnenswert eine Sensationsgrätsche von Nouri als schon alle Fans der Gastgeber das 3:1 bejubeln wollten. In den letzten Minuten wurden die Konter aber zahlreicher und das Verteidigen fiel schwerer, Löwe konnte seinen Fehler aus der ersten Hälfte im 1vs1 einige Male vergessen machen. Trotzdem erzielte Petersroda in den Schlußminuten noch zwei Tore, beide Male hielt Löwe zunächst stark, einmal landete der Ball aber direkt auf dem Fuß eines weiteren Stürmers, beim vierten Tor lenkte er den Ball an den Pfosten, von dort an E Schellers Schienbein und über die Linie.
Fazit: Ohne die ersten zehn Minuten wäre hier vielleicht mehr möglich gewesen. Schade, dass man die Spannung aus dem ersten Saisonspiel diesmal nicht von Beginn an auf den Platz bringen konnte.


